UWEG Umweltschutz u Wertstoffrecycling GmbH & Co K

Luftbild der US Airforce aus dem Jahr 1944
Luftbild der US Airforce aus dem Jahr 1944

Firmengeschichte

1939
Gründung der Firma Kurt Schuhmann OHG, welche erstmals mit 2-achsigen Vakuumsaugtankwagen im Auftrag von Privaten sowie Gewerbe- und Industriebetrieben Abholungen von Abfällen und Abwässern durchführte.

US-Airforce-Aufnahme - 1945
US-Airforce-Aufnahme - 1945

1945 bis 1946
Kommissarische Leitung der Kurt Schuhmann OHG durch Herrn Alois Wolfgang im Auftrage der US-Behörden.

1965
Gründung der Firma Alois Wolfgang, welche Transport flüssiger Abfallstoffe per Vakuumsaugtankwagen und die Reinigung von Kanalanlagen erstmals mit mobilen Hochdruckspülgeräten durchführen konnte.

1970
Erste Großraum-Saugtankwagen wurden in Österreich in Betrieb genommen.

1976
Übernahme der Gesellschaftsanteile der A. Wolfgang GmbH und Schuhmann OHG durch die Gesellschaft der Familie Himmelfreundpointner in Wels.

1977
Errichtung eines Tanklagers für brennbare und flüssige Sonderabfälle. Erstmals wurde in Österreich in Zusammenarbeit mit einem öffentlichen Institut für Kunststofftechnik und einem norddeutschen Unternehmen die Bau- und Abdichtungstechnik mit HDPE Dichtungsbahnen angewendet.

1978
Errichtung einer ersten Abscheider-Anlage für die Trennung von gesammeltem Ölschlamm- und Wassergemenge, um die damals übliche Deponierung vermeiden zu können.

1979
Inbetriebnahme einer Purifikations- und Klarifikationsanlage für die Auftrennung von Öl-Wassergemischen.

1979
Erste mobile Großraum-Schlammfilterpresse in Österreich wird in Betrieb genommen. Aufgrund der damaligen Praktiken und der Gesetzeslage bezüglich Abfallbeseitigung wurde die mobile Anlage für zwei Jahre in Hamburg für eine Fluss-Sanierung eingesetzt.

1980
Erster Export chlorierter Sonderabfälle zur Verbrennung auf Hochseeschiff Vulkanus 1 und Vulkanus 2.

1982
Beginn der Entsorgung von PCB-hältigen Kondensatoren und Transformatoren in einer deutschen Untertagedeponie.

1983
Planung einer CP-Anlage am Gelände des 1977 errichteten Tanklagers in Wels, welche 1984 aufgrund diverser kontroversieller Stellungnahmen öffentlicher Verantwortungsträger eingestellt wurde.

1984
Nachrüstung der 1978 errichteten Abscheider-Anlage mit einer Abwasserbehandlungsanlage.

1986
Erweiterung der Angebotspalette für nahezu alle in Österreich anfallenden Sonderabfälle durch die Kooperation mit hochtechnisierten Entsorgungsanlagen in Frankreich, Deutschland, Benelux-Staaten und vor allem Großbritannien. Durch den Export von in Österreich nicht umweltgerecht entsorgbaren Sonderabfällen konnte bereits mehrere Jahre vor Inkrafttreten von gesetzlichen Regelungen über die Deponierung und thermische sowie chemische Behandlung von diversen Sonderabfällen damit ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz in Österreich geleistet werden.

1987
Abschluss eines Pachtvertrages mit einem Grundeigentümer bis zum Jahre 2070 über eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 2,6 ha in Wels Pernau, Schafwiesen, welche an das Mülldeponiegelände der Stadt Wels angrenzte.

1987
Vorlage einer Umweltverträglichkeitserklärung beim Magistrat der Stadt Wels über die von der UWEG geplanten Anlagen auf dem Gelände neben der Mülldeponie Wels, um den verantwortlichen Entscheidungsträgern für die Umwidmung der Grundstücksflächen die notwendigen Informationen für das geplante Projekt zur Verfügung stellen zu können. Mit dem in der Umweltverträglichkeitserklärung dargestellten Anlagenkonzept sollte u.a. die Auflage des Amtes der OÖ Landesregierung, Abteilung Wasserrecht, zur Reduzierung der ursprünglich vom Magistrat Wels genehmigten Grenzwerte für Kohlenwasserstoffe von 20ml/l im Abwasser auf die damals dem Stand der Technik entsprechenden 20mg/l (=1/1000) erfüllt werden können.

1987
Beschluss des Österreichischen Bundesumweltfonds und des OÖ Landesumweltfonds zur maßgeblichen finanziellen Förderung des von der UWEG geplanten Projektes (CPB-Anlage) in einer Höhe von insgesamt 17,8 Mio ATS, womit  den Intentionen der Umweltgesetzgebung entsprochen werden konnte.

1988
Erweiterung des bestehenden Betriebslabors im Bereich der Abwasser- und Abfallanalytik (GC, AOX, AAS, IC, Schwermetall, Kationen, Anionen, Chloranalytik, etc.).

1990 - 1991
Durchführung eines Entsorgungsauftrages, welcher von der Republik Österreich für eine behördlich veranlasste Sanierung einer Lederfabrik in OÖ finanziert wurde.

1993
Spatenstich für die Errichtung einer zentralen CPB-Anlage für feste, flüssige und pastöse Sonderabfälle in der Industriestraße in Wels, da die geplante Errichtung am Standort neben der Mülldeponie Wels wegen der durch die Stadt Wels im Jahr 1987 bis 1993 nicht erfolgten Flächenumwidmung nicht erfolgen und einer weiteren Fristverlängerung durch das Amt der OÖ Landesregierung für die Sanierung der 1976 errichteten Anlagen nicht zugestimmt werden konnte.

1993
Gründung der GUA, Labor- und Analytik-Gesellschaft durch Dipl.-Ing. Ewald Mayr und Firma UWEG, welche das von UWEG erweiterte Betriebslabor übernommen hat (siehe 1988).

1994
Investition in eine erweiterte Dichtungstechnik (Basis HDPE) bei dem 1977 errichteten Tanklager, womit mittels Vakuumprüftechnik die Dichtheit der Tanklagerwanne nachweisbar wurde.

1995
Verlagerung des bestehenden Waschplatzes für Tankfahrzeuge aus dem Innenhof in ein Flugdachgebäude.

1995 bis 1996
Inbetriebnahme der CPB-Anlage mit einer Jahreskapazität von >120.000 Tonnen.

1996
Eintritt der AWB-CON GmbH (Tochtergesellschaft der Bayernwerke AG bzw. deren Tochtergesellschaft Recon und der EVN NÖ).

1997
Ausscheiden der UWEG als Gesellschafter aus der 1993 gegründeten GUA Labor- und Analytik GmbH (heute OIKOS).

1998
Austritt der 1996 als Neugesellschafter eingetretenen AWB-CON GmbH Tochtergesellschaft der Bayernwerke AG bzw. deren Tochtergesellschaft Recon und der EVN NÖ wegen der schwierigen Marktlage in Österreich, die sich primär wegen der nicht ausreichenden Amortisationsmöglichkeit beim Betrieb der CPB-Anlagen ergab. Die Ursache hierfür waren die unterschiedlichen Standards bei der Errichtung und dem Betrieb von chemisch-physikalisch-biologischen Abfall- und Abwasserbehandlungsanlagen, welche extrem wettbewerbsverzerrende Rahmenbedingungen verursachten.

2000
Ankauf einer weiteren Betriebsanlage zum Sammeln und Behandeln von gefährlichen und nichtgefährlichen Abfällen in Asten bei Linz, von der OÖ LAVU AG.

2001
Teilnahme an einem nationalen Ausschreibungsverfahren über die Reststoffentsorgung in OÖ, welche auf der Teilnahme der Subunternehmer aus Deutschland basierte.

2003
Beginn einer Entwicklung von Apparate- und Verfahrenstechniken, die u.a. den Einsatz von Rohstoffen u./o. Abfällen in bisher nicht möglichen Prozessen bzw. Prozessanordnungen ermöglicht.

2004
Die innerhalb der EU sukzessiv rechtswirksam werdenden Einschränkungen bei der Ablagerung von Abfällen auf Deponien bestätigen sowohl den marktwirtschaftlichen als auch den technologischen Standpunkt der UWEG und unterstreichen ihre Ergebnisse im Bereich Umwelt Entsorgungswirtschaft.
Weitere grundlegende organisatorische und personelle Erweiterungen schaffen die Voraussetzung für eine künftig primär rohstoff- und technologieorientierte Entwicklung.

2005
Behördliche Zusammenfassung der in den Jahren 1976 - 1996 von Gewerbe-, Bau- und Wasserrechtsbehörden erteilten 41 Einzel-genehmigungen zu einem umweltrechtlichen Gesamtbescheid sowie Genehmigung zusätzlich beantragter Umweltschutzmaßnahmen.

2005
Kooperationsvertrag mit einem führenden österreichischen Industrieunternehmen über den Einsatz einer entwickelten Apparate- und Verfahrenstechnik zur Konditionierung und Förderung von alternativen Stoffen.

2005
Beschluss der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zur finanziellen Förderung des o.a. Projektes.

2006
Teilnahme der UWEG als Partei an einem Umweltverträglichkeits-Prüfungsverfahren für eine geplante chemisch-physikalische Abfallbehandlungsanlage, welche auf dem Gelände der ehemals von UWEG optionierten und gepachteten Grundstücksflächen geplant und behördlich verhandelt wurde.

2007
Listung der CPB-Anlage durch das österr. Umweltbundesamt als führende österr. Referenzanlage innerhalb der EU gem. IPPC-Richtlinie 2007 (Integrated Pollution Prevention Control); damit wurden die bei UWEG vorhandenen Technologien als EU-weite Referenzstandards herangezogen. 
Abschluss der Zertifizierungen ISO 9001, ISO 14001, ISO 18001, SQAS und EFB sowie Implementierung  einer erweiterten Softwarelösung.

2010
Upgrade der SBR-Reaktoren durch Einbau von Wärmetauschern, wodurch eine Energierückgewinnung bei gleichzeitiger Steuerung des Temperaturhaushaltes und damit eine Effizienzsteigerung des biologischen Prozesses erreicht werden konnte.

2011
Weiterentwicklung der Konditionierungs- und mechanischen Fördertechnik (siehe 2005 FFG -Projekt) zu einer mechanischen hydraulisch wirkenden Fördertechnik (Hybrid). Weitere Informationen unter Innovationen.